Konzept.

Theracoaching unterstützt Sie in der Bewältigung von beruflichen und privaten Krisen. Wir verstehen unter einer Krise einen belastenden, temporären, in seinem Verlauf und seinen Folgen ‚offenen‘ Veränderungsprozess einer Person, der gekennzeichnet ist durch eine Unterbrechung der Kontinuität im Erleben und Handeln, durch eine teilweise Verdrängung von Emotionen und Gefühlen sowie durch das zentrale Merkmal des Selbstzweifels. In der Krise bedingt es eines Bündels notwendiger Ressourcen, die die Person entweder nicht hat oder von denen sie nicht weiß, dass sie sie hat, um die Situation zu meistern. Krisenbegleitung bedeutet an dieser Stelle also immer auch Potenzialentwicklung und die Kräftigung individueller Resilienz.

Resilienz umfasst die Fähigkeit, eine Krise unter Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen zu überwinden und sich von Schicksalsschlägen nicht verbiegen zu lassen.

Das Konzept des Theracoaching bündelt das Wissen der Sinntheorie und sinnzentrierten Psychotherapie von Prof. Dr. Viktor E. Frankl mit der Kompetenz aus leitendem Management und dem Coaching von Leitungs- und Führungskräften. Der Beitrag unseres Unternehmens und der Theracoaching-Dienstleistung besteht darin, dass Sie sich nicht verfehlen und zu einem gelingenden Leben zurückkehren.

Im Theracoaching ist es unser Ziel, Sie darin zu unterstützen, auf eine Kompetenzebene zurückzufinden, die dem Niveau vor der Krise entspricht oder sogar höher ist. Wesentliche Akzente unserer Arbeit sind dabei die Festigung im Umgang mit Krisenstress, die Entwicklung von Unsicherheits- oder Ungewissheitstoleranzen und der Aufbau einer personalen Kraft, trotz der gegebenen Bedingungen und Belastungen ein sinnerfülltes Leben zu führen. Die Logotherapie bietet sich insbesondere an bei Ängsten, depressiven Verstimmungen, Zwängen, Schuldgefühlen, beruflichen Veränderungsproblemen, Ziellosigkeit, Trennungskonflikten und dauerhaften Schwierigkeiten im Umgang mit Personen und Situationen. Viele bewährte Arbeitsmethoden aus dem Coaching flankieren die therapeutische Arbeit mit einer ermöglichenden, profunden und konzentrierten Gesprächsform. Sie erhalten somit aus zwei kurzzeitorientierten, vertraulich-diskreten und elaborierten Disziplinen die für Sie beste Mischung.

Unsere Klienten kommen in unterschiedlichen Phasen des Krisenverlaufs zu uns. Das Modell von Erika Schuchardt vermag sehr gut, den Ablauf des Krisenerlebens, so wie wir ihn auch durch Gespräche mit unseren Klienten und Patienten kennen, darzustellen:


vgl. Phasenmodell der Krisenverarbeitung [Grafik angelehnt an das Modell von Erika Schuchardt] in:
Schlieper-Damrich, Ralph [2010]: Wertecoaching in Krisen. Aus erschütternden Situationen sinnvoll aufbrechen.


1In der ersten Phase der Ungewissheit verspürt der Mensch, dass sich eine erhebliche Veränderung ankündigt. Der Mensch will diesem Empfinden ausweichen, und es finden verschiedene reaktive Verhaltensmuster statt, die jedoch nicht zu einer fühlbaren guten Entlastung führen.2Mit der Phase der Gewissheit ist die verstandesmäßige Klarheit darüber verbunden, dass die Krise nun wirklich eine Verlusterfahrung mit sich bringen wird. In ihren Gefühlen nimmt die Person jedoch noch eine verneinende Haltung zu der entstandenen Situation ein.
 
3In der Aggressionsphase wird der rationale Umgang mit der Situation von intensiven Gefühlen wie Wut oder Zorn auf die mit der Krise verbundenen Ursächlichkeiten begleitet. Wird die Aggression in dieser Phase unkontrolliert ausgelebt, so besteht die Gefahr, dass sich von ihr betroffene Menschen von der belasteten Person abwenden und für diese eine zusätzlich schwerwiegende Isolation die Folge ist. 4Die vierte Phase adressiert die Verhandlung. Hier ist die Person bestrebt, Ausgleiche für ihre spezifische Belastung zu bewirken. Dies kann sich zum Beispiel durch das Einholen von Rechtsbeiständen zeigen oder durch das Bestreben nach einem materiellen Ausgleich. Bei gesundheitlichen Krisen werden oftmals Personen konsultiert, die mit ihren Versprechungen die Hoffnung vermitteln, weitere Folgen der entstandenen Krise abwenden zu können.
 
5Gerät dieses Bemühen in eine Sackgasse, wird mit der fünften Phase, der Depression, die sowohl rationale als auch emotionale Annahme der Realität wahrnehmbar. Der anstehende Verlust wird durch das Loslassen von Hoffnungen, Trauer und Abschiednehmen gebahnt. In dieser Phase beginnt die belastete Person, die Auswirkungen der Krise auf ihr weiteres Leben voll zu erkennen. 6Mit der sechsten Phase der Annahme beginnt die Person für sich zu klären, welche Freiheitsgrade ihr verbleiben – nun "wird das Mögliche daraus gemacht" und die Krise ins eigene Leben integriert. Eine Bejahung des Zustandes wird damit noch nicht vollzogen, vielmehr ‚fügt‘ sich die Person in das Geschehen, das unausweichlich ist.
 
7Kommt es in dieser Folge zu einem persönlichen Entschluss, unter dem Einfluss der Krise das Leben neu zu justieren und anzunehmen, setzt die siebte Phase, die Aktivität, die Kräfte so frei, dass nun "das Beste daraus gemacht wird". In dieser Phase entwickelt sich das Wertesystem der Person derart, so dass Handlungs- und Entscheidungsräume begehbar werden, die vor der Krise der betroffenen Person nicht bewusst zur Verfügung standen. 8Die achte Phase, die Solidarität, beschreibt schließlich die verarbeitete lösungsgerichtete Integration der Krise. Neben dem eigenverantwortlichen und selbst-gesteuerten Umgang mit dem Erlebten hat der Betroffene oftmals den Wunsch, seine Krisenerfahrungen mit anderen Personen zu teilen.

Je nach Ihrem individuellem Phasenverlauf – der aktuelle Zustand, die Prozessgeschwindigkeit, die bereits eingeleiteten Maßnahmen, die emotionale Verfassung - begleiten wir Sie mit auf Sie abgestimmten Kriseninterventionen. Hierbei ist es für einen guten Beginn wichtig herauszuarbeiten, wie tiefgreifend und allumfassend die Belastung für Sie ist und welche Erfahrungen Sie in Ihrem bisherigen Leben mit Krisen und deren Überwindung bereits gemacht haben. Kriseninterventionen bauen stets auf den Ressourcen auf, die Sie in bewältigten Situationen erlernt und entwickelt haben – sei es, indem Sie es vermochten, eine neue Struktur in Folge der veränderten Situation zu gestalten, eine innere Gelassenheit zu entfalten oder eine Planungs- oder Handlungsorientierung beizubehalten. Weitere Komponenten in der Krisenintervention können sein: Integration von ‚Co-Betroffenen‘ wie zum Beispiel Lebenspartnern, Verwandten, Kollegen in den Theracoaching®-Prozess, ergänzende Mediationsleistungen, Impulse durch Biblio- und Filmempfehlungen und andere mehr. Gerne besprechen wir mit Ihnen ausführlich die sinnvollste Vorgehensweise.