Arbeitsmethoden.

Theracoaching verläuft kurzzeit- und lösungsorientiert, der Fokus liegt auf der Gestaltung gelingenden Lebens. Der Anteil an Vergangenheits- und Selbstreflexion wird zugunsten der Arbeit an Sinnfindung und Sinnerfüllung zurückgestellt. Das methodische Repertoire wird für Sie und Ihr Anliegen individuell zusammengestellt. Eine Reihe bewährter Typologien und Tests stehen uns zur Verfügung, u.a. der Myers-Briggs-Typen-Indikator, das Kindheits-Enneagramm, das Whole Brain Instrument [Herrmann Dominanz-Instrument], die Kommunikationsbedürfnisanalyse PCM. Ferner arbeiten wir aus dem klassischen Coachingkontext mit Zeitreisen, Biografie- und Tagebuchtechniken, Rollenspielen, dem "heißen Stuhl", Sprache- und Körperspracheanalysen.


Aus dem therapeutischen Feld arbeiten wir mit Dereflexionen und Einstellungsmodulationen, mit dem Sokratischen Dialog oder der Paradoxen Intention. Zudem setzen wir zur Analyse des individuellen Beschwerdebildes die Therapiebegleitende Osnabrücker Persönlichkeitsdiagnostik ein. Sie ermöglicht eine umfassende Prüfung der sieben Funktionsebenen der Persönlichkeit: Gewohnheitshandeln [wie geht der Mensch üblicherweise mit Situationen um], Temperament [zeigt der Mensch eher ein ruhiges, aufbrausendes o.a. Verhalten], Emotion [welche Regungen sind situativ angemessen oder überzogen], Bewältigung [vermag der Mensch sich zu regulieren], Motive und Motivation [welche Strebungen zeigt der Mensch], Kognition und Stil [wie setzt der Mensch seine Motivation um], und Selbststeuerung [wie reguliert sich ein Mensch z.B. in ihn belastenden Situationen].






Trotz der Analyse zahlreicher Einzelaspekte auf jeder dieser sieben Ebenen bleibt der Zeitaufwand für die Online-Dateneingabe durch den Nutzer überschaubar. Das Verfahren vermag aufzuspüren, welche Persönlichkeitsfaktoren als Ursachen einer möglichen psychischen Belastung, Störung oder Erkrankung in Frage kommen können und sichert somit einen effizienteren Zugang für einen profunden Arbeitsprozess im Theracoaching. Wir setzen das Verfahren ein, um unseren Klienten eine umfassende Rückmeldung sowohl über akute Störfelder als auch Anregungen zur Prophylaxe geben zu können. Durch den Einsatz dieses Verfahrens sind wir in der Lage, das Theracoaching als Kurzzeitbegleitung definieren zu können, in der wir so wenig Zeit wie möglich mit einer Vergangenheitsbetrachtung aufwenden und so viel Zeit wie nötig für eine substanzielle Arbeit an der Lösung persönlicher Belastungen.


Entwickelt wurde das Verfahren an der Universität Osnabrück unter der Leitung von Prof. Dr. Julius Kuhl. Er verband aktuellste Ergebnisse der Persönlichkeits- und Motivationsforschung mit der von ihm entwickelten integrativen Persönlichkeitstheorie. Im Unterschied zu klassischen Persönlichkeitstests liegt uns hier ein prozessorientiertes Verfahren vor, das Persönlichkeit nicht statisch als feste Struktur erfasst, sondern als Interaktion zwischen sich wechselseitig beeinflussenden Prozessen, von denen viele aktiv entwicklungsfähig sind.